Hallo.
Mit dem Thema der Bio-Imkerei haben wir auch unweigerlich einen Ausflug in das Thema des geeigneten Futters für die Bienen gemacht. Wenn man den Kleinen im Sommer ihre Vorräte in Form von Honig weg nimmt, muss man ihnen einen adäquaten Ersatz anbieten, damit die Bienen den Winter überleben und im neuen Jahr gut starten können.
Man steht vor der Entscheidung ob man Kristallzucker mit Wasser selbst mischt, invertierten Zuckersirup oder einen künstlichen Zuckersirup (auf Mais oder Weizenbasis) kauft.
Man steht vor der Entscheidung ob man Kristallzucker mit Wasser selbst mischt, invertierten Zuckersirup oder einen künstlichen Zuckersirup (auf Mais oder Weizenbasis) kauft.
Da ich zu diesem Thema noch keine Studien gefunden haben, mussten wir uns selbst einlesen und eine Entscheidung treffen, welche ich hier gerne erläutern möchte: Die Bienen fliegen zu den Blüten einer Pflanze und sammeln dort Nektar. Der Nektar besteht aus verschiedenen Zuckerarten und ist durch einen hohen Wasseranteil relativ flüssig. Die Biene gibt dem Nektar verschiedene Enzyme zu, welche die Sacharose (eine Zuckerart) in Glucose und Fructose aufspaltet. Ebenfalls dickt die Biene den Nektar ein, damit er nicht aus den Waben läuft und haltbarer wird.
Wir für unseren Teil haben entschieden, da wir der Biene schon ihren Wintervorrat weg nehmen, sollten wir sie nicht noch zusätzlich mit dem invertieren von Zuckerwasser belasten.
Ich kann nicht sagen, ob diese Entscheidung richtig oder falsch ist, für uns fühlt sie sich aber richtig an. Wir haben schon darüber nach gedacht, die Bienen auf Honig überwintern zu lassen, es gibt aber spezielle Anforderungen an den Honig, der für die Überwinterungen der Bienen in der Beute verbleibt. Dieser darf z.B. nicht aus Waldhonig sein, da dieser über den Winter auskristallisieren kann und die Bienen ihn dann nicht mehr fressen können und somit verhungern würden. Außerdem sind dunkle Honige sehr ungeeignet, denn sie belasten die Kotblase den Winter über nur unnötig, weil diese Honige sehr viele Mineralien enthalten. Da wir als Neulinge aber noch nicht über die nötig Erfahrung verfügen, die Honige von einander zu unterscheiden, lassen wir es am Anfang lieber. Warum das Leben der Bienen aufs Spiel setzten, wenn man sie auch mit einer Alternative sicherer durch den Winter bekommen kann?
Als Alternative kann man seinen Bienen auch ein Zucker-Wasser-Gemisch auftischen. Dieses muss die Biene allerdings noch invertieren, bevor sie es als Wintervorrat einlagern kann. Dieses invertieren bedeutet für die Biene nochmals eine zusätzliche Belastung. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie groß diese Belastung ist, aber sie existiert.
Man kann auch invertierten Zuckersirup kaufen. Dieses Produkt besteht aus Saccharose, welche durch eine Säure (die so genannte Invertase) in Glucose und Fructose aufgespalten wird. Bei diesem Verfahren zum herstellen von Invertzucker kann bei zu viel Hitze ein Stoff mit dem Kürzel HMF entstehen. Dieser Stoff könnte auf den Menschen krebserregend sein und wirkt bei Bienen in erhöhten Mengen tödlich. Deshalb sollte man bei Invertzuckersirup immer darauf achten, dass er als Futtermittel frei gegeben ist. Bei den Futtermitteln wird drauf geachtet, dass sich der HMF-Gehalt innerhalb der Gesetzlichen normen für Futtermittel befindet. Es gibt diverse Anleitungen im Internet, wie man Invertzucker selbst herstellen kann. Von der Herstellung ist allerdings abzuraten, denn man kann hinterher nur im Labor überprüfen, welchen HMF-Gehalt der selbst hergestellte Sirup hat. Wenn man dies nicht tut, läuft man Gefahr, seine Bienen zu vergiften und zu töten.
Als weiteres Futtermittel gibt es noch das sogenannte Glucosesirup, welches aus Mais- oder Weizenstärke besteht. Er ist auch schon invertiert, sodass die Bienen nicht mehr viel Arbeit haben und diesen nur noch ein wenig eindicken müssen, bevor sie ihn einlagern. Dieser Sirup besteht aus Stärke, welche durch Enzyme in Glucose und Fructuse aufgespalten wird. Ein weiterer Vorteil des Mais- oder Weizensirups ist, das Sirup lockt die Bienen nicht so sehr an, sprich es löst nicht so schnell ene Räuberei aus.
Für uns kommt nur Sirup in Frage, welcher bereits invertiert ist (dies ist eine persönliche Einstellung). Leider haben wir bis jetzt noch keinen Sirup gefunden, der aus biologisch angebautem Zucker oder Stärke besteht. Als erstes hatten wir uns für invertierten Zuckersirup entschieden. Bei diesem stellt sich aber das Problem des Versands. Paletten weise bekommt man den Sirup in fast jedem Imkershop. Wir benötigen für den Anfang (grob überschlagen) 60-80 kg Sirup. Das sind für Verkäufer kleine Mengen, bei denen sich der Aufwand zum versenden nicht rentiert. Aus diesem Grund haben wir uns (zumindest für das erste Jahr) für Glucosesirup aus Weizenstärke entschieden.
Im Moment haben wir noch viel Zeit zum lesen von Imkerlektüren, aber ich denke, damit ist es vorbei, wenn das Frühjahr erst da ist. Dann fängt unser Imkerkurs an, im Garten stehen dann 2 Beuten voll mit Bienen und der praktische Lernprozess beginnt. Da bleibt nur noch wenig Zeit sich um das Futter Gedanken zu machen.
Unserer Meinung nach, sollte jeder Imker nur noch biologisch angebaute Futtermittel für seine Bienen verwenden, denn es kann nicht sein, dass Imker nach biologischer Landwirtschaft, speziell auf den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln schreien, im Gegenzug dann aber den billigsten Zucke im Discounter kaufen. Das passt nicht zusammen. Wenn mehr Leute zu biologisch angebauten Produkten greifen würden, dann würden die anderen Landwirte auf ihren Produkten sitzen bleiben und würden ihren Hof evtl. auf eine andere Betriebsweise umstellen.
Im Moment suchen wir Futtermittel, welche unseren Ansprüchen genügen. Am liebsten hätten wir invertierten Futtersirup in Bio-Qualität. Und wenn das schon (im Moment) nicht erfüllbar ist, dann wenigstens Glucosesirup aus biologisch angebautem Weizen oder Mais.
Wenn da jemand einen Tipp für uns hat wären wir sehr dankbar.
Wir haben noch eine interessante Seite empfohlen bekommen, in welcher es um die genaue Zusammensetzung der einzelnen Futtermittel geht. Wir wollen euch diese Seite natürlich nicht vorenthalten. Einführung in die Imkerei/ Einwinterung
Wir hoffen, wir konnten ein paar Unklarheiten beseitigen und wünschen Euch alles Gute
Familie Fuchs
Für uns kommt nur Sirup in Frage, welcher bereits invertiert ist (dies ist eine persönliche Einstellung). Leider haben wir bis jetzt noch keinen Sirup gefunden, der aus biologisch angebautem Zucker oder Stärke besteht. Als erstes hatten wir uns für invertierten Zuckersirup entschieden. Bei diesem stellt sich aber das Problem des Versands. Paletten weise bekommt man den Sirup in fast jedem Imkershop. Wir benötigen für den Anfang (grob überschlagen) 60-80 kg Sirup. Das sind für Verkäufer kleine Mengen, bei denen sich der Aufwand zum versenden nicht rentiert. Aus diesem Grund haben wir uns (zumindest für das erste Jahr) für Glucosesirup aus Weizenstärke entschieden.
Im Moment haben wir noch viel Zeit zum lesen von Imkerlektüren, aber ich denke, damit ist es vorbei, wenn das Frühjahr erst da ist. Dann fängt unser Imkerkurs an, im Garten stehen dann 2 Beuten voll mit Bienen und der praktische Lernprozess beginnt. Da bleibt nur noch wenig Zeit sich um das Futter Gedanken zu machen.
Unserer Meinung nach, sollte jeder Imker nur noch biologisch angebaute Futtermittel für seine Bienen verwenden, denn es kann nicht sein, dass Imker nach biologischer Landwirtschaft, speziell auf den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln schreien, im Gegenzug dann aber den billigsten Zucke im Discounter kaufen. Das passt nicht zusammen. Wenn mehr Leute zu biologisch angebauten Produkten greifen würden, dann würden die anderen Landwirte auf ihren Produkten sitzen bleiben und würden ihren Hof evtl. auf eine andere Betriebsweise umstellen.
Im Moment suchen wir Futtermittel, welche unseren Ansprüchen genügen. Am liebsten hätten wir invertierten Futtersirup in Bio-Qualität. Und wenn das schon (im Moment) nicht erfüllbar ist, dann wenigstens Glucosesirup aus biologisch angebautem Weizen oder Mais.
Wenn da jemand einen Tipp für uns hat wären wir sehr dankbar.
Wir haben noch eine interessante Seite empfohlen bekommen, in welcher es um die genaue Zusammensetzung der einzelnen Futtermittel geht. Wir wollen euch diese Seite natürlich nicht vorenthalten. Einführung in die Imkerei/ Einwinterung
Wir hoffen, wir konnten ein paar Unklarheiten beseitigen und wünschen Euch alles Gute
Familie Fuchs

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