Hallo und willkommen in unserem Blog.
Es freut uns, dass ihr uns weiter folgt, euch für unsere Imkerei und unser Vorankommen interessiert.
Bevor wir zum heutigen Thema kommen, möchten wir euch von einem großen Problem erzählen, vor welchem wir gerade stehen: Da wir keinen allzu großen Garten haben, haben wir hier auch nur begrenzten Platz für Beuten. Aus diesem Grund war ich letzte Woche bei unserer Stadtverwaltung, um mal nachzufragen, an wen man sich wenden kann, wenn man einen Schrebergarten in Flörsheim, Wicker oder Weilbach pachten möchte. Die Antwort hat mich umgehauen. Der für die Gärten zuständige Sachbearbeiter sagte mir, dass es eine Wartezeit von 7 Bis 10 Jahren gibt! Das ist absolut erschreckend, da wir hier schon ein wenig ländlich wohnen, mit vielen Feldern und Wäldern darum herum. Jetzt versuchen wir die Besitzer von abgezäunten, unbenutzten Freiflächen ausfindig zu machen um sie zu fragen, ob die Fläche zu vermieten ist. Dies ist allerdings auch ein schwieriges Unterfangen, weil es nicht immer einfach ist den Besitzer eines Grundstücks heraus zu finden.
Es freut uns, dass ihr uns weiter folgt, euch für unsere Imkerei und unser Vorankommen interessiert.
Bevor wir zum heutigen Thema kommen, möchten wir euch von einem großen Problem erzählen, vor welchem wir gerade stehen: Da wir keinen allzu großen Garten haben, haben wir hier auch nur begrenzten Platz für Beuten. Aus diesem Grund war ich letzte Woche bei unserer Stadtverwaltung, um mal nachzufragen, an wen man sich wenden kann, wenn man einen Schrebergarten in Flörsheim, Wicker oder Weilbach pachten möchte. Die Antwort hat mich umgehauen. Der für die Gärten zuständige Sachbearbeiter sagte mir, dass es eine Wartezeit von 7 Bis 10 Jahren gibt! Das ist absolut erschreckend, da wir hier schon ein wenig ländlich wohnen, mit vielen Feldern und Wäldern darum herum. Jetzt versuchen wir die Besitzer von abgezäunten, unbenutzten Freiflächen ausfindig zu machen um sie zu fragen, ob die Fläche zu vermieten ist. Dies ist allerdings auch ein schwieriges Unterfangen, weil es nicht immer einfach ist den Besitzer eines Grundstücks heraus zu finden.
Aber kommen wir zum eigentlichen Thema: Was macht man (wir) mit der Drohnenbrut?
In vielen Imker-Büchern wird das Drohnenbrut schneiden propagiert. Auch in dem wohl bekanntesten Buch von Dr. Gerhard Liebig - Einfach imkern. Es ist eines der Standardwerke für den Einstieg in die Imkerei. Dieses Verfahren soll die Varroar Population verringern, da die Milbe wohl Drohnenbrut bevorzugt. Es ist schon richtig, dass die Milbe Drohnenbrut bevorzugt, allerdings anscheinend nur die Zellen, welche bereits mehrfach bebrütet und somit mehrere Puppenhäutchen enthält. Aus dem gerade genannten Grund macht es auch wenig Sinn den Baurahmen ständig auszuschneiden, denn das Rähmchen wird danach wieder mit neuem Wabenbau errichtet.
In vielen Imker-Büchern wird das Drohnenbrut schneiden propagiert. Auch in dem wohl bekanntesten Buch von Dr. Gerhard Liebig - Einfach imkern. Es ist eines der Standardwerke für den Einstieg in die Imkerei. Dieses Verfahren soll die Varroar Population verringern, da die Milbe wohl Drohnenbrut bevorzugt. Es ist schon richtig, dass die Milbe Drohnenbrut bevorzugt, allerdings anscheinend nur die Zellen, welche bereits mehrfach bebrütet und somit mehrere Puppenhäutchen enthält. Aus dem gerade genannten Grund macht es auch wenig Sinn den Baurahmen ständig auszuschneiden, denn das Rähmchen wird danach wieder mit neuem Wabenbau errichtet.
Wie haben von Imkern gelesen, die sich die Mühe gemacht haben, eine verdeckelte Drohnenbrutwabe in das Gefrierfach zu legen, die Puppen auszuschlagen und die Varroen auszuzählen: Es waren in der gesamten Wabe 7 Milben zu finden. Und das rechtfertigt dieses Vorgehen wohl kaum.
Außerdem besteht durch das ständige Drohnenbrutschneiden ein permanenter Drohnenmangel, wodurch es zu Problemen bei der Begattung einer neuen Königin kommen kann. Dies ist sehr problematisch, wenn man im Frühjahr Ableger erstellen möchte und die neue Königin am Stand nicht begattet werden kann, weil keine Drohnen vorhanden sind.
Bei uns kommt sogar noch ein weitere Beweggrund hinzu: Wir haben im Ort einen weiteren Imker mit 2 oder 3 Völkern im Garten. Diesen haben wir im Juli oder August schon einmal besucht. Bei unserem Besuch hat er uns sehr viele, interessante Dinge erzählt und gezeigt. Unter anderem hat er uns natürlich voller Stolz seine Beuten inkl. Bienen gezeigt. Als wir uns den Beuten allerdings (von hinten!) näherten, wurden wir im Abstand von ca. 3m heftigst attackiert. Er entschuldigte sich dafür und sagte uns dass dies zu dieser Jahreszeit normal sei. Später fanden wir heraus, dass es nicht so sein muss. Da wir niemanden vor den Kopf stoßen wollen, haben wir den Imker natürlich nicht auf seine Stecher angesprochen. Allerdings haben wir für uns beschlossen, dass wir unsere Drohnen frei fliegen lassen wollen, vielleicht bekommen wir es ja hin, dass seine neuen Königinnen von unseren Drohnen begattet werden und er es auch etwas einfacher hat.
Wir denken einfach, die Drohnen gehören in ein Bienenvolk und sollten dort auch bleiben. So ein kleiner Massenmord alle 3 oder 4 Wochen muss ja auch nicht sein. Die Herren werden im Herbst eh mehr oder weniger unsanft vor die Tür gesetzt.
Da bei uns aber immer alles (bis jetzt noch) graue Theorie und Wunschdenken ist, wollen wir uns natürlich jede Möglichkeit zu Varroa-Bekämpfung offen lassen. Und deshalb werden wir im Brutraum (zumindest am Anfang) mit Mittelwänden arbeiten und einen Baurahmen einhängen. Dann werden wir uns halt mal ein paar verdeckelte Zellen anschauen und die Varroa-Belastung auszählen. Sollte diese sehr hoch sein, kann man die Wabe ja immer noch ausschneiden und einschmelzen. Falls die Belastung nicht so hoch sein sollte, kann man den Test bei der nächsten Bebrütung wiederholen und dann ggf. ausschneiden.
Nur wohin mit der ausgeschnittenen Wabe, welche dann die Drohnenmaden enthält? Vermeiden sollte man es, diese auf den Kompost zu schmeißen oder gar in einen Baum zu hängen, damit ihn die Vögel auspicken können. Auch an Nutztiere sollte man sie nicht verfüttern. Das Problem ist dabei, dann man nicht ausschließen kann, dass nicht ein paar Bienen aus benachbarten Völkern von den Waben angelockt werden und sich mit evtl. mit noch nicht vom Imker entdeckten Bienenkrankheiten anstecken.
Auch das ausschmelzen kann das ein oder andere Problem auftreten: So hinterlassen die Drohnenmaden z.B. ein sehr unschönes Bild im Sonnenwachsschmelzer, wenn sie im Sieb hängen bleiben. Dies kann man umgehen, wenn man ein Stück Gärtner-Vlies unter das Rähmchen legt. Der Wachs schmilzt, fließt durch das Vlies, durch das Sieb und dann in die Wachsauffangschale. Die Maden hingegen bleiben auf dem Vlies liegen und können z.B. in die Bio-Tonne entsorgt oder vergraben werden.
Ich denke mi unserer Vorgehensweise haben wir einen guten Mittelweg gefunden und die Zukunft wird es zeigen, ob es so funktioniert, wie wir uns das Vorstellen.
Viele Grüße und hoffentlich bis zum nächsten mal
Eure Familie Fuchs
Da bei uns aber immer alles (bis jetzt noch) graue Theorie und Wunschdenken ist, wollen wir uns natürlich jede Möglichkeit zu Varroa-Bekämpfung offen lassen. Und deshalb werden wir im Brutraum (zumindest am Anfang) mit Mittelwänden arbeiten und einen Baurahmen einhängen. Dann werden wir uns halt mal ein paar verdeckelte Zellen anschauen und die Varroa-Belastung auszählen. Sollte diese sehr hoch sein, kann man die Wabe ja immer noch ausschneiden und einschmelzen. Falls die Belastung nicht so hoch sein sollte, kann man den Test bei der nächsten Bebrütung wiederholen und dann ggf. ausschneiden.
Nur wohin mit der ausgeschnittenen Wabe, welche dann die Drohnenmaden enthält? Vermeiden sollte man es, diese auf den Kompost zu schmeißen oder gar in einen Baum zu hängen, damit ihn die Vögel auspicken können. Auch an Nutztiere sollte man sie nicht verfüttern. Das Problem ist dabei, dann man nicht ausschließen kann, dass nicht ein paar Bienen aus benachbarten Völkern von den Waben angelockt werden und sich mit evtl. mit noch nicht vom Imker entdeckten Bienenkrankheiten anstecken.
Auch das ausschmelzen kann das ein oder andere Problem auftreten: So hinterlassen die Drohnenmaden z.B. ein sehr unschönes Bild im Sonnenwachsschmelzer, wenn sie im Sieb hängen bleiben. Dies kann man umgehen, wenn man ein Stück Gärtner-Vlies unter das Rähmchen legt. Der Wachs schmilzt, fließt durch das Vlies, durch das Sieb und dann in die Wachsauffangschale. Die Maden hingegen bleiben auf dem Vlies liegen und können z.B. in die Bio-Tonne entsorgt oder vergraben werden.
Ich denke mi unserer Vorgehensweise haben wir einen guten Mittelweg gefunden und die Zukunft wird es zeigen, ob es so funktioniert, wie wir uns das Vorstellen.
Viele Grüße und hoffentlich bis zum nächsten mal
Eure Familie Fuchs

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