Sonntag, 26. Januar 2014

Drohnen schneiden - Pro und Contra

Hallo und willkommen in unserem Blog.
Es freut uns, dass ihr uns weiter folgt, euch für unsere Imkerei und unser Vorankommen interessiert.
Bevor wir zum heutigen Thema kommen, möchten wir euch von einem großen Problem erzählen, vor welchem wir gerade stehen: Da wir keinen allzu großen Garten haben, haben wir hier auch nur begrenzten Platz für Beuten. Aus diesem Grund war ich letzte Woche bei unserer Stadtverwaltung, um mal nachzufragen, an wen man sich wenden kann, wenn man einen Schrebergarten in Flörsheim, Wicker oder Weilbach pachten möchte. Die Antwort hat mich umgehauen. Der für die Gärten zuständige Sachbearbeiter sagte mir, dass es eine Wartezeit von 7 Bis 10 Jahren gibt! Das ist absolut erschreckend, da wir hier schon ein wenig ländlich wohnen, mit vielen Feldern und Wäldern darum herum. Jetzt versuchen wir die Besitzer von abgezäunten, unbenutzten Freiflächen ausfindig zu machen um sie zu fragen, ob die Fläche zu vermieten ist. Dies ist allerdings auch ein schwieriges Unterfangen, weil es nicht immer einfach ist den Besitzer eines Grundstücks heraus zu finden.

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema: Was macht man (wir) mit der Drohnenbrut?
In vielen Imker-Büchern wird das Drohnenbrut schneiden propagiert. Auch in dem wohl bekanntesten Buch von Dr. Gerhard Liebig - Einfach imkern. Es ist eines der Standardwerke für den Einstieg in die Imkerei. Dieses Verfahren soll die Varroar Population verringern, da die Milbe wohl Drohnenbrut bevorzugt. Es ist schon richtig, dass die Milbe Drohnenbrut bevorzugt, allerdings anscheinend nur die Zellen, welche bereits mehrfach bebrütet und somit mehrere Puppenhäutchen enthält. Aus dem gerade genannten Grund macht es auch wenig Sinn den Baurahmen ständig auszuschneiden, denn das Rähmchen wird danach wieder mit neuem Wabenbau errichtet.
Wie haben von Imkern gelesen, die sich die Mühe gemacht haben, eine verdeckelte Drohnenbrutwabe in das Gefrierfach zu legen, die Puppen auszuschlagen und die Varroen auszuzählen: Es waren in der gesamten Wabe 7 Milben zu finden. Und das rechtfertigt dieses Vorgehen wohl kaum. 
Außerdem besteht durch das ständige Drohnenbrutschneiden ein permanenter Drohnenmangel, wodurch es zu Problemen bei der Begattung einer neuen Königin kommen kann. Dies ist sehr problematisch, wenn man im Frühjahr Ableger erstellen möchte und die neue Königin am Stand nicht begattet werden kann, weil keine Drohnen vorhanden sind.

Bei uns kommt sogar noch ein weitere Beweggrund hinzu: Wir haben im Ort einen weiteren Imker mit 2 oder 3 Völkern im Garten. Diesen haben wir im Juli oder August schon einmal besucht. Bei unserem Besuch hat er uns sehr viele, interessante Dinge erzählt und gezeigt. Unter anderem hat er uns natürlich voller Stolz seine Beuten inkl. Bienen gezeigt. Als wir uns den Beuten allerdings (von hinten!) näherten, wurden wir im Abstand von ca. 3m heftigst attackiert. Er entschuldigte sich dafür und sagte uns dass dies zu dieser Jahreszeit normal sei. Später fanden wir heraus, dass es nicht so sein muss. Da wir niemanden vor den Kopf stoßen wollen, haben wir den Imker natürlich nicht auf seine Stecher angesprochen. Allerdings haben wir für uns beschlossen, dass wir unsere Drohnen frei fliegen lassen wollen, vielleicht bekommen wir es ja hin, dass seine neuen Königinnen von unseren Drohnen begattet werden und er es auch etwas einfacher hat.

Wir denken einfach, die Drohnen gehören in ein Bienenvolk und sollten dort auch bleiben. So ein kleiner Massenmord alle 3 oder 4 Wochen muss ja auch nicht sein. Die Herren werden im Herbst eh mehr oder weniger unsanft vor die Tür gesetzt.

Da bei uns aber immer alles (bis jetzt noch) graue Theorie und Wunschdenken ist, wollen wir uns natürlich jede Möglichkeit zu Varroa-Bekämpfung offen lassen. Und deshalb werden wir im Brutraum (zumindest am Anfang) mit Mittelwänden arbeiten und einen Baurahmen einhängen. Dann werden wir uns halt mal ein paar verdeckelte Zellen anschauen und die Varroa-Belastung auszählen. Sollte diese sehr hoch sein, kann man die Wabe ja immer noch ausschneiden und einschmelzen. Falls die Belastung nicht so hoch sein sollte, kann man den Test bei der nächsten Bebrütung wiederholen und dann ggf. ausschneiden.
Nur wohin mit der ausgeschnittenen Wabe, welche dann die Drohnenmaden enthält? Vermeiden sollte man es, diese auf den Kompost zu schmeißen oder gar in einen Baum zu hängen, damit ihn die Vögel auspicken können. Auch an Nutztiere sollte man sie nicht verfüttern. Das Problem ist dabei, dann man nicht ausschließen kann, dass nicht ein paar Bienen aus benachbarten Völkern von den Waben angelockt werden und sich mit evtl. mit noch nicht vom Imker entdeckten Bienenkrankheiten anstecken.
Auch das ausschmelzen kann das ein oder andere Problem auftreten: So hinterlassen die Drohnenmaden z.B. ein sehr unschönes Bild im Sonnenwachsschmelzer, wenn sie im Sieb hängen bleiben. Dies kann man umgehen, wenn man ein Stück Gärtner-Vlies unter das Rähmchen legt. Der Wachs schmilzt, fließt durch das Vlies, durch das Sieb und dann in die Wachsauffangschale. Die Maden hingegen bleiben auf dem Vlies liegen und können z.B. in die Bio-Tonne entsorgt oder vergraben werden.

Ich denke mi unserer Vorgehensweise haben wir einen guten Mittelweg gefunden und die Zukunft wird es zeigen, ob es so funktioniert, wie wir uns das Vorstellen.


Viele Grüße und hoffentlich bis zum nächsten mal



Eure Familie Fuchs




Samstag, 11. Januar 2014

Futter - Was gibt man Bienen wenn man den Honig geerntet hat?

Hallo.
Mit dem Thema der Bio-Imkerei haben wir auch unweigerlich einen Ausflug in das Thema des geeigneten Futters für die Bienen gemacht. Wenn man den Kleinen im Sommer ihre Vorräte in Form von Honig weg nimmt, muss man ihnen einen adäquaten Ersatz anbieten, damit die Bienen den Winter überleben und im neuen Jahr gut starten können.
Man steht vor der Entscheidung ob man Kristallzucker mit Wasser selbst mischt, invertierten Zuckersirup oder einen künstlichen Zuckersirup (auf Mais oder Weizenbasis) kauft.
Da ich zu diesem Thema noch keine Studien gefunden haben, mussten wir uns selbst einlesen und eine Entscheidung treffen, welche ich hier gerne erläutern möchte: Die Bienen fliegen zu den Blüten einer Pflanze und sammeln dort Nektar. Der Nektar besteht aus verschiedenen Zuckerarten und ist durch einen hohen Wasseranteil relativ flüssig. Die Biene gibt dem Nektar verschiedene Enzyme zu, welche die Sacharose (eine Zuckerart) in Glucose und Fructose aufspaltet. Ebenfalls dickt die Biene den Nektar ein, damit er nicht aus den Waben läuft und haltbarer wird.
Wir für unseren Teil haben entschieden, da wir der Biene schon ihren Wintervorrat weg nehmen, sollten wir sie nicht noch zusätzlich mit dem invertieren von Zuckerwasser belasten.
Ich kann nicht sagen, ob diese Entscheidung richtig oder falsch ist, für uns fühlt sie sich aber richtig an. Wir haben schon darüber nach gedacht, die Bienen auf Honig überwintern zu lassen, es gibt aber spezielle Anforderungen an den Honig, der für die Überwinterungen der Bienen in der Beute verbleibt. Dieser darf z.B. nicht aus Waldhonig sein, da dieser über den Winter auskristallisieren kann und die Bienen ihn dann nicht mehr fressen können und somit verhungern würden. Außerdem sind dunkle Honige sehr ungeeignet, denn sie belasten die Kotblase den Winter über nur unnötig, weil diese Honige sehr viele Mineralien enthalten. Da wir als Neulinge aber noch nicht über die nötig Erfahrung verfügen, die Honige von einander zu unterscheiden, lassen wir es am Anfang lieber. Warum das Leben der Bienen aufs Spiel setzten, wenn man sie auch mit einer Alternative sicherer durch den Winter bekommen kann?

Als Alternative kann man seinen Bienen auch ein Zucker-Wasser-Gemisch auftischen. Dieses muss die Biene allerdings noch invertieren, bevor sie es als Wintervorrat einlagern kann. Dieses invertieren bedeutet für die Biene nochmals eine zusätzliche Belastung. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie groß diese Belastung ist, aber sie existiert.

Man kann auch invertierten Zuckersirup kaufen. Dieses Produkt besteht aus Saccharose, welche durch eine Säure (die so genannte Invertase) in Glucose und Fructose aufgespalten wird. Bei diesem Verfahren zum herstellen von Invertzucker kann bei zu viel Hitze ein Stoff mit dem Kürzel HMF entstehen. Dieser Stoff könnte auf den Menschen krebserregend sein und wirkt bei Bienen in erhöhten Mengen tödlich. Deshalb sollte man bei Invertzuckersirup immer darauf achten, dass er als Futtermittel frei gegeben ist. Bei den Futtermitteln wird drauf geachtet, dass sich der HMF-Gehalt innerhalb der Gesetzlichen normen für Futtermittel befindet. Es gibt diverse Anleitungen im Internet, wie man Invertzucker selbst herstellen kann. Von der Herstellung ist allerdings abzuraten, denn man kann hinterher nur im Labor überprüfen, welchen HMF-Gehalt der selbst hergestellte Sirup hat. Wenn man dies nicht tut, läuft man Gefahr, seine Bienen zu vergiften und zu töten.

Als weiteres Futtermittel gibt es noch das sogenannte Glucosesirup, welches aus Mais- oder Weizenstärke besteht. Er ist auch schon invertiert, sodass die Bienen nicht mehr viel Arbeit haben und diesen nur noch ein wenig eindicken müssen, bevor sie ihn einlagern. Dieser Sirup besteht aus Stärke, welche durch Enzyme in Glucose und Fructuse aufgespalten wird. Ein weiterer Vorteil des Mais- oder Weizensirups ist, das Sirup lockt die Bienen nicht so sehr an, sprich es löst nicht so schnell ene Räuberei aus.

Für uns kommt nur Sirup in Frage, welcher bereits invertiert ist (dies ist eine persönliche Einstellung). Leider haben wir bis jetzt noch keinen Sirup gefunden, der aus biologisch angebautem Zucker oder Stärke besteht. Als erstes hatten wir uns für invertierten Zuckersirup entschieden. Bei diesem stellt sich aber das Problem des Versands. Paletten weise bekommt man den Sirup in fast jedem Imkershop. Wir benötigen für den Anfang (grob überschlagen) 60-80 kg Sirup. Das sind für Verkäufer kleine Mengen, bei denen sich der Aufwand zum versenden nicht rentiert. Aus diesem Grund haben wir uns (zumindest für das erste Jahr) für Glucosesirup aus Weizenstärke entschieden.
Im Moment haben wir noch viel Zeit zum lesen von Imkerlektüren, aber ich denke, damit ist es vorbei, wenn das Frühjahr erst da ist. Dann fängt unser Imkerkurs an, im Garten stehen dann 2 Beuten voll mit Bienen und der praktische Lernprozess beginnt. Da bleibt nur noch wenig Zeit sich um das Futter Gedanken zu machen.
Unserer Meinung nach, sollte jeder Imker nur noch biologisch angebaute Futtermittel für seine Bienen verwenden, denn es kann nicht sein, dass Imker nach biologischer Landwirtschaft, speziell auf den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln schreien, im Gegenzug dann aber den billigsten Zucke im Discounter kaufen. Das passt nicht zusammen. Wenn mehr Leute zu biologisch angebauten Produkten greifen würden, dann würden die anderen Landwirte auf ihren Produkten sitzen bleiben und würden ihren Hof evtl. auf eine andere Betriebsweise umstellen.

Im Moment suchen wir Futtermittel, welche unseren Ansprüchen genügen. Am liebsten hätten wir invertierten Futtersirup in Bio-Qualität. Und wenn das schon (im Moment) nicht erfüllbar ist, dann wenigstens Glucosesirup aus biologisch angebautem Weizen oder Mais.

Wenn da jemand einen Tipp für uns hat wären wir sehr dankbar.

Wir haben noch eine interessante Seite empfohlen bekommen, in welcher es um die genaue Zusammensetzung der einzelnen Futtermittel geht. Wir wollen euch diese Seite natürlich nicht vorenthalten. Einführung in die Imkerei/ Einwinterung


Wir hoffen, wir konnten ein paar Unklarheiten beseitigen und wünschen Euch alles Gute



Familie Fuchs

Montag, 6. Januar 2014

Bio-Imkerei - Ja oder Nein?

Hallo und ein frohes, neues Jahr wünschen wir Euch allen!

Wir hoffen, ihr habt Silvester gut überstanden und seid gut im neuen Jahr angekommen.

Mitte November habe ich in meiner G+ Community Imkerei Fuchs einen Post verfasst, in der es um den Sinn oder Unsinn einer Bio-Zertifizierung der eigenen Imkerei geht. Der Post ist hier zu finden. Nach dem Post von mir habe ich ein wenig mit +Jürgen Hörmann über dieses Thema diskutiert und mir ist klar geworden, dass es nicht immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Ich stehe weiterhin zu meiner Aussage: Eine Bio-Zertifizierung macht in meinen Augen keinen Sinn, denn man kann die Bienen nicht dazu bringen, dass sie keine Blüten anfliegen, welche mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung gekommen sind.
Und wenn man sich zertifizieren lässt, weil man nur Bio-Zucker verfüttert, nur Bio-Mittelwände oder Naturbau in seinen Beuten betreibt und auch noch unbehandelte Holzbeuten besitzt, dann ist das alles super. Auch für die Bienen finde ich das toll, aber wie kann so sichergestellt werden, dass der Honig auch in Bioqualität aus der Schleuder kommt? Meiner Meinung nach: Gar nicht.
Anders herum finde ich es aus Sicht des Verbrauchers, der meiner Meinung nach hauptsächlich auf das BIO-Siegel achtet, weil er sich einen Qualitätsvorteil von diesen Produkten erhofft, aber nicht ehrlich, diesem Honig ein Bio-Siegel zu gewähren.
Als ehrlicher würde ich es empfinden, wenn man die Bienen bei einem Bio-Bauern auf stellt, der um seinen Hof herum nur Bio-Felder bewirtschaftet. Was dies betraf, hat mir +Jürgen Hörmann aber wiederum ein wenig die Augen geöffnet und mich darauf hin gewiesen, dass es so rum auch nicht sein dürfe, denn das würde bedeuten, dass man im Umgang mit den Bienen noch so eine Schlamperei begehen dürfe, man seinen Honig aber trotzdem mit Bio kennzeichnen dürfe. Dies darf selbstverständlich auch nicht sein.
Ich habe also festgestellt, dass dort noch vieles im Argen liegt. Also musste ich mal wieder recherchieren. Heraus gekommen ist dabei die Erkenntnis: Will man sich den Bienen und dem Endverbraucher gegenüber korrekt verhalten, hat man es ganz schön schwierig.

Die Frage ist: Warum kauft man Lebensmittel in BIO-Qualität? Es gibt 2 "Gruppen", die erste kauft Bio weil sie sich etwas Gutes tuen möchte und der Meinung ist, dass Bio nicht mit chemischen Mitteln behandelt wird und somit (theoretisch) sofort verzehrt werden kann. Die andere Gruppe kauft Bio, weil sie auf die Nachhaltigkeit wert legen, mit der diese Produkte angebaut werden. Ich schätze der Anteil der Gruppen zu einander liegt bei etwa 90% von Gruppe 1 zu 10% von Gruppe 2. Da gegen ist ja auch nichts einzuwenden, wir selbst gehörten bis vor kurzem eher zur ersten Gruppe (wobei meine Frau trotz alledem sehr auf die Umwelt achtet und ihr die Ökologie auch sehr wichtig ist).
Nichtsdestotrotz musste ich während meiner Recherche erkennen, dass es unmöglich ist, anhand der Verpackung (Siegel, Auszeichnungen, Prämierungen etc.) festzustellen, wie qualitativ hochwertig oder auch eben nicht, ein Lebensmittel ist. Dabei spielt Vertrauen eine sehr große Rolle. Sicherlich ist es gut, dass es Verbände gibt, die ihren Mitgliedern vorgaben machen, die diese einzuhalten haben, wenn sie das jeweilige Gütesiegel tragen wollen, aber die Anforderungen sind teilweise relativ großzügig ausgelegt.

Bleiben wir beim Thema Bienen und Imkerei. So schreibt ein großer Verband schreibt beispielsweise in seinen Richtlinien:

Bei der Aufstellung der Bienenvölker sind biologisch-dynamisch bewirtschaftete
Flächen, ökologisch bewirtschaftete und naturbelassene Flächen
zu bevorzugen. Zumindest in der Umgebung der Überwinterungsplätze
müssen jährlich die biologisch-dynamischen Präparate ausgebracht 
werden.
Das klingt ja erstmal gut, aber es ist das Wörtchen "bevorzugen" in dem Text enthalten, das bedeutet ja im Umkehrschluss: Wenn es keine ökologisch bewirtschafteten Flächen gibt, dann kann man sie auch in der Pestizid-Hölle hin stellen.
Und ob dann der Honig so unbelastet ist, das kann sich jeder ausmalen...
Als nächstes Frage ich mich, was der 2. Teil des Paragraphen bezwecken soll. Warum sollen an dem Überwinterungsplatz der Völker biologische Präparate ausgebracht werden? Ich verstehe diesen Satz so, dass man dort, wo die Bienen den Winter über stehen eine Bio-Blumenwiese sein soll. Und was bringt diese Wiese im Winter, wenn die Bienen eh in der Wintertraube zusammen hängen und sich nicht aus der Beute bewegen?

Ich denke, die Verbände sollten noch ein wenig ihr Anforderungen verschärfen und über die bestehenden an die tatsächlichen Anforderungen anpassen.

Es würde meiner bescheidenen Meinung nach durchaus Sinn machen, einen biologisch bewirtschafteten Pflicht-Teil der Flächen von 50% zu verlangen. Dies sollte doch zu schaffen sein, da wir hier von einer Fläche von ca. 4km² reden. 

Aber vielleicht sehe ich das alles auch ein bisschen zu ideologisch und ich sollte mich von meinen Wunsch-Vorstellungen trennen, ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich versuchen werde einen guten Mittelweg zu finden, mit dem wir den Honig mit einem guten Gewissen an die Kunden verkaufen können.


Eine letzte Anmerkung noch: Wir sind absolut nicht gegen die ökologische Landwirtschaft, im gegenteil, wir finden es toll, wenn Landwirte aufhören, ihre Felder mit PSM zu besprühen um den Kunden wieder ein unbelastetes Naturprodukt anbieten zu können. Und wir verstehen auch, dass sich der Preis durch eine solche Landwirtschaft erhöht. Aber so lange das Endprodukt eine gute Qualität hat, sind wir (und ich denke auch andere) gerne bereit auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Leider bringt es nichts, wenn sich einzelne Landwirte auf so eine Betriebsweise umstellen, den die PSM werden vom Wind und Regen auch auf die biologisch angebauten Flächen getragen.
Ein Umdenken sollte stattfinden und das nicht erst in 20 Jahren.


Viele Grüße

Eure Familie Fuchs